• Erweiterte Matura – Wortbildung

    Erweiterte Matura in Englisch: Wortbildung (Word Formation)

    Aufgaben im Bereich Use of English sind für viele Abiturienten die größte Herausforderung auf dem erweiterten Niveau. Wortbildung erfordert nicht nur ausgezeichnete Kenntnisse des Wortschatzes, sondern auch ein Verständnis der Grammatik und des Kontexts. Unten findest du einen umfassenden Leitfaden, wie du mit dieser Art von Aufgaben umgehen kannst.

    Typische Aufgaben in der Matura

    In der Abiturprüfung in Englisch auf dem erweiterten Niveau tritt Wortbildung am häufigsten in Form von Text mit Lücken auf. Am Rand des Textes (oder in Klammern) sind die Wörter in ihrer Grundform angegeben (z.B. CREATE). Deine Aufgabe ist es, dieses Wort so zu verändern, dass es grammatisch und logisch in die Lücke passt.

    Du musst die entsprechende Wortart bilden, indem du:

    • Präfixe (prefixes) – die die Bedeutung des Wortes ändern (z.B. ins Gegenteil: happy -> unhappy).
    • Suffixe (suffixes) – die die Wortart ändern (z.B. Substantiv in Adjektiv: danger -> dangerous).

    Strategien zur Bewältigung von Aufgaben (Prüfungsstrategie)

    Das Lösen von Aufgaben zur Wortbildung ist ein Prozess, den es wert ist, zu systematisieren. Hier ist die beste Strategie Schritt für Schritt:

    1. Lesen Sie den gesamten Text „trocken”: Bevor Sie beginnen, Wörter einzugeben, lesen Sie den Text von Anfang bis Ende, um seinen allgemeinen Sinn und Ton zu verstehen.
    2. Bestimmen Sie die Wortart: Schauen Sie sich die Wörter um die Lücke an. Brauchen Sie dort ein Substantiv, ein Verb, ein Adjektiv oder ein Adverb?
      • Lücke nach dem Artikel (a, an, the) und dem Adjektiv? Suchen Sie nach Substantiv.
      • Lücke vor dem Substantiv? Suchen Sie nach Adjektiv.
      • Lücke am Anfang des Satzes (durch ein Komma getrennt) oder am Ende? Suchen Sie nach Adverb (z.B. Surprisingly, …).
    3. Positiver oder negativer Kontext? Überlegen Sie, ob der Satz Zustimmung oder Ablehnung ausdrückt. Sehr oft muss ein Negativpräfix verwendet werden (z.B. un-, in-, dis-, im-).
    4. Überprüfen Sie die Zahl: Wenn Sie ein zählbares Substantiv eingeben, stellen Sie nach dem Verb und im Kontext sicher, dass es nicht im Plural sein sollte (Hinzufügen der Endung -s / -es). Ein Fehler in der Zahl wird als falsche Antwort gewertet!
    5. Lesen Sie den Satz nach dem Ausfüllen: Stellen Sie sicher, dass er natürlich und korrekt klingt.

    Beispiele mit Erklärung

    Aufgabe: The new manager’s ________ (DECIDE) to cut costs was met with anger.

    Analyse: Wir haben den sächsischen Genitiv („manager’s”), was bedeutet, dass danach ein Substantiv folgen muss. Das Substantiv von decide ist decision.

    Antwort: DECISION

    Aufgabe: It is highly ________ (PROBABLE) that it will rain tomorrow, as the sky is completely clear.

    Analyse: Nach „highly” setzen wir ein Adjektiv ein. Der Kontext („the sky is completely clear”) sagt uns jedoch, dass Regen sehr unwahrscheinlich ist. Wir müssen ein negatives Präfix verwenden.

    Antwort: IMPROBABLE

    Aufgabe: She smiled ________ (CHEER) when she saw her exam results.

    Analyse: Das Wort beschreibt das Verb „smiled” (wie hat sie gelächelt?). Wir benötigen ein Adverb. Zuerst bilden wir ein Adjektiv (cheerful), und dann fügen wir die Adverb-Endung (-ly) hinzu.

    Antwort: CHEERFULLY

    Strategie zur Vorbereitung – wie üben zu Hause?

    • Lerne „Wortfamilien”: Lerne nicht nur einzelne Wörter. Wenn du ein neues Wort lernst, z.B. employ, überprüfe und notiere sofort seine Ableitungen: employment (Beschäftigung), employer (Arbeitgeber), employee (Arbeitnehmer), unemployed (arbeitslos).
    • Verstehe die Regeln zur Hinzufügung von Suffixen: Achte darauf, dass z.B. Endungen -tion, -ment, -ness Substantive bilden, während -ous, -ful, -able Adjektive bilden.
    • Viel auf Englisch lesen: Artikel, Bücher, Blogs. Lesen entwickelt die sogenannte „sprachliche Intuition”. Mit der Zeit wirst du anfangen zu „fühlen”, welches Wort an welcher Stelle passt, auch wenn du dich nicht an eine bestimmte Regel erinnerst.
    • Teste dich: Übung macht den Meister. Je mehr Lücken du füllst, desto mehr Muster wirst du erkennen.

    Gehe von der Theorie zur Praxis!

    Du hast bereits Wissen, jetzt ist es Zeit für das Training. Überprüfe deine Fähigkeiten mit echten Abituraufgaben.